Neunheilingen feiert den beginnenden Monatsreigen mit einer musikalischen Andacht. Der Verein „Sonnenkirche“ spricht über die Pläne für den Wiederaufbau des Gotteshauses.

Neunheilingen. Zum sechzehnten Mal hatte am Samstag der Verein „Sonnenkirche“ gemeinsam mit Pfarrerin Annemarie Sommer zur musikalische Neujahrsandacht eingeladen in den Gemeindesaal. Das Ganze hat sich entwickelt aus den Andachten in der kleinen Kreuzkirche am Ortsausgang in Richtung Kleinwelsbach mit anfangs dreißig bis vierzig Besuchern.

Doch recht bald erwies sich die Kirche als zu klein und so zog man vor einigen Jahren um in den Gemeindesaal. Der Verein mit seinem Vorsitzenden Raimund Schmidt ist seit vielen Jahren sehr engagiert bezüglich des Wiederaufbaus der Kirche. Eine großes Aufgabe wird sein, dass diese Kirche wieder ein Dach bekommt. „Bis es irgendwann einmal soweit sein wird, findet das Neujahrskonzert immer im Saal statt“, so Schmidt.

Das Konzert war einst mit vier Musikern der Gruppe „Blechmusik mit Paukenschlag“ gestartet – auf der Bühne saßen in diesem Jahr rund zwanzig Musiker. Darunter waren Freunde und Solisten des Polizeimusikkorps‘ Thüringen sowie Mitglieder der Thüringen-Philharmonie Gotha-Eisenach und einheimische Musiker.

Stimmungsvoll war der musikalische Auftakt mit dem Festmarsch „Tochter Zion“ und den Gedanken zum neuen Jahr von Pfarrerin Annemarie Sommer. Durch das Programm zogen sich unter dem Motto „Vom Egerland zum Donaustrand“ bunte Blasmusikmelodien, die wie alle Darbietungen viel Beifall erhielten von den Besuchern im voll besetzten Saal.

Konkrete Planung für Kirchendach steht bevor
Sehr ansprechend waren die Auftritte der beiden Nachwuchsmusikerinnen Aaliyah Buch, die auf dem Klavier den Titel „River Flows in You“ von Yiruma darbot und Tabea Leh, die mit der Gitarre „ Regenbogenfarben“ von Kerstin Ott spielte und sang.

Bezüglich der Kirche hat der Verein Ende letzten Jahres Kontakt aufgenommen mit der Bauhütte Paulick aus Volkenroda. In ersten Gesprächen wurde diese Firma informiert über das Vorhaben, sich Gedanken zu machen, wie man wieder zu einer Überdachung des Gebäudes kommt.

Einbezogen werden dabei der Gemeindekirchenrat und der Superintendent des Kirchenkreises. Gemeinsam mit der Kirche will der Verein entscheiden , aus diesem Gebäude wieder eine richtige Kirche zu machen. Raimund Schmidt gab der Hoffnung Ausdruck, dass man eventuell in der zweiten Jahreshälfte in die konkrete Planung dazu gehen könne.

Das werde eine langwierige Geschichte. Als Nächstes müsse die Finanzierung und mögliche Fördermittel für dieses Vorhaben geklärt werden. Das erklärte Ziel des Vereins gemeinsam mit der Kirchgemeinde sei es, so Schmidt, das Gebäude so zu sichern, dass die Kirche auf lange sicht bei jedem Wetter genutzt werden kann.

Zu den weiteren Aktivitäten des Vereins sagte Schmidt, dass im August wieder ein zweitägiges Sommerfest geplant sei und eventuell ein Vorweihnachtskonzert zum Jahresende.

Klaus Dreischerf / 07.01.19